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20.04.2008

Das Leben "neben" Paris, Teil 2

1757693534.jpgUberall in der Welt träumt jeder in Paris zu wohnen, aber zwischen die schöne Bilder am Eiffelturm, Notre Dame, Montmartre, und was die Einwohner erleben, gibt es ein riesigen Unterschied. Ins Besondere für einen Lehrer, den in der Pariser Vororte, die sogennante "banlieue", arbeitet.  Mehrere Tausende Lehrer fahren jedes Jahr nach Paris, Versailles und Creteil, um zu arbeiten. Die sind gezwungen, Familie, Freundin, und Freunde zu verlassen, weil sie eine nationale Aufnahmeprüfung gemacht haben. Diese Lehrer sind oft 23,24 oder 25 Jahre alt; das heisst ziemlich jung. Die werden doch immer in der schwersten Schulen arbeiten, da wo die älteren Lehrer nicht gehen wollen, da wo Bildung ein Schimpfwort ist, dort, wo Lehrer fast gehasst werden: Sie sind nämlich kein Erfolgsymbol, kein Hoffnungssymbol: in der Pariser Vororte gibts mehr als 20% Arbeitslosigkeit, 1/3 der aktive bevölkerung die gar kein Diplom hat.

Dann kommen junge Lehrer aus Bretagne, Midi oder Provence, und müssen eine Wohnung suchen, ende August, wenn sie endlich wissen in welche Schule sie arbeiten werden: das Rectorat (Landesschulamt) beschliesst es allein, natürlich nach persönliche Wünsche, die aber nicht so oft gut ankommen!). Sie werden diese Wohnung teuer zahlen müssen: zwischen 600 und 700 euros in Paris selbst, oder von 400 bis 600 in der Vororte. Oft in einer WG. die hälfte des Lohns ist schon weg....und es gibt doch auch Umzug, möbel zu kaufen!

Dann gibts jeden Tag Verkehr. Auto oder RER/Metro (Stadtbahn und Ubahn), es wird sowieso stressig und anstrengend. Endlose Staue auf dem Periph (Ringautobahn), Menschenmenge im RER...Diese junge Lehrer wohnen oft in Paris, arbeiten dort aber sehr selten: Nur ältere Lehrer dürfen! Dann gibts meistens 2 Stunde verkehr pro Tage. Diese junge Lehrer sind oft nur Vertreter: die ersetzen krank oder schwangere Lehrer. Die werden oft ausgelacht von den Schüler, ins Besondere wenn sie ein leichten Südlichen Akzent haben. Das war mein Fall. Die Arbeit fällt ihnen ziemlich schwer: die bereiten Unterricht für das erste Mal (das Jahre davor hatten sie nur ein Praktikum in einer Klasse), müssen sich um freche und unruhige Schüler zu kümmern. Manchmal sogar als Klassenlehrer, das war mein Fall!

Oft werden diese Lehrer krank oder niedergeschlagen, ohne Freunde, ohne Zeit zum ausruhen und spazieren gehen...müde und traurig, die sind auch zu schwach für die schüler die es fühlen. Das ist echt ein Teufelkreis!

Bei mir hats 6 monate lang gedauert, um mich dran zu gewöhnen! Jetzt gefällts mir neben Paris zu wohnen, am mittwoch und samstag shoppen zu gehen: Bücher an der Seine oder am Boulevard st michel, Klamotten in "la défense"...Als Geschichtelehrer machts auch spass, soviele Museum besuchen zu können: Louvre, Invalides, Cluny, Orsay....Das ist unmöglich auf dem Lande, in der "province" (andere bündesländer) wie die Pariser sagen! Als Träumer ist das auch schön, die Seine anschauen zu können, auf die Brücke oder auf die Ufer lesen zu können: der Fluss hat ja was erlebt! Idem, alle Strassen wo ich laufe haben eine Geschichte: Religionkriege, königliche Mordversuche, Besetzung während dem 2ten Weltkrieg...

Schliesslich ist Paris gar nicht so übel, man kann sich dran gewöhnen! An historische Viertel, sowie an bunte Stadtteile, an die Welt und Frankreichhautpstadt sowie an ihre Industrie, graue und vergessene Vororte!

Commentaires

rien à voir avec ton post (je suis bien trop mauvais en, allemand !)

Suzanne Citron t'a répondu elle-même sur educpol et te lance un débat interessant.

Ecrit par : lofi | 20.04.2008

j'ai répondu :-)

Ecrit par : nicolas | 20.04.2008

Ich habe nicht alles gelesen aber ich verstehe ein bichen Detsch ;)

Ecrit par : Une vie de prof | 20.04.2008

gratuliere!

Ecrit par : nicolas | 20.04.2008

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